Mein Entsafter

 

Heute widme ich mich mal einem meiner Lieblingsgeräte, meinem Entsafter. Wie Ihr alle schon wisst, versuche ich immer mich möglichst gesundheitsbewusst zu ernähren. Dazu gehört auch der tägliche Vitaminschub durch meine selbst kreierten und frisch gepressten Säfte. Dabei haben sich zwischenzeitlich einige Vorlieben entwickelt, die schon zum regulären Tagesablauf gehören.

So trinke ich früh morgens sehr gerne einen reinen Obstsaft, als Basis dient mir dabei eine Mischung aus Apfel- und Orangensaft. Diese verfeinere ich dann je nach Laune mit Kirschen, Pflaumen, Ananas oder Birnen. Ganz besonders lecker und ein sehr energiereicher Kick für den Tagesanfang ist ein Müsli mit frisch gepresstem Fruchtsaft. Ein großes Glas davon am frühen Morgen und Ihr seid bis mittags gesättigt und fit.

Auch für die Arbeit bereite ich mit schon am Morgen meine Tagesration an Vitaminen und Ballaststoffen vor, dabei bevorzuge ich ab mittags dann aber eine etwas deftigere Mischung, der ich sehr gerne Karottensaft, Spinat, frischen Paprika, einige Wildkräuter und auch mal etwas Sellerie zufüge. Noch etwas Salz und Pfeffer dazu und der Genuss ist perfekt. Auch am Abend mag ich diese, eher würzigere Mischung. Dabei mische ich beim Entsaften gerne noch etwas Salbei dazu und nach besonders stressigen Tagen ist auch mal Baldrian mit drin.

Gerade in an den heißen Sommertagen ist ein frisch gepresster Saft eine echte Wohltat und man ist mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen versorgt. Auch im Form von selbstgemachte Eis sind diese Säfte eine wahre Köstlichkeit. Gute Informationen dazu findet man übrigens Safthier im Saftland.

Jetzt aber mal zu meinem Entsafter selbst, ich habe bis dato immer einen Zentrifugalentsafter genutzt. Dabei wird das zu entsaftende Gut erst mittels Reibe im Gerät zerkleinert und gelangt dann in eine Zentrifuge welche die Flüssigkeit durch Einwirkung der Fliehkräfte bei der sehr schnellen Umdrehung aus dem Fruchtfleisch zieht. Die Ergebnisse waren immer zufriedenstellend und das Gerät hat ein Maximum an Saft aus dem Obst bzw. Gemüse herausgepresst.

Zwischenzeitlich ist mir aber zu Ohren gekommen, dass diese Methode für Säfte, die nicht sofort getrunken werden, nicht besonders geeignet ist. Bei der Entsaftung mittels einer Zentrifuge wir nämlich auch jede Menge Sauerstoff mit in den Saft gepresst. Ein Übermaß an Sauerstoff sogt für eine wesentlich schnellere Oxidation der Säfte, wodurch die Vitamine sehr schnell zerstört werden. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache.

Gerade weil ich mir gerne meine Getränke für den ganzen Tag schon am Morgen presse, diese also oft mehrere Stunden in einer Flasche verbringen, wäre mir eine negative Beeinflussung durch zu viel Sauerstoff natürlich sehr zu wider. Also habe ich mich informiert, was ich dagegen machen könnte. Das Ergebnis ist ein zweiter Entsafter, welcher die Flüssigkeit auf die klassische Art aus dem Fruchtfleisch holt. Ebenfalls zuvor zerkleinert, wird der Fruchtbrei hier mittels Förderschnecke in eine Presse befördert, wo er dann mittels großem Druck ausgepresst wird. Zu meiner Überraschung ist das Ergebnis hierbei noch ergiebiger als bei meinem Zentrifugalentsafter. Das ausgepresste Fruchtfleisch landet in einem Auffangbehälter und weist nach der Pressung in der Tat eine sehr trockene Konsistenz auf. Zuvor war das immer noch ein bisschen breiig.

So kann der Auswurf bequem über den Biomüll oder den Komposthaufen entsorgt werden. Der Saft selbst weist einen minimal erhöhten Anteil an Fruchtfleisch aus, schmeckt aber genauso super. Den größten Unterschied schmeckt man, wenn der Saft einige Stunden im Kühlschrank gelagert wurde. Er schmeckt tatsächlich wesentlich frischer und intensiver, eine Differenz die mir so nie aufgefallen wäre.

Der Nachteil meines neuen Entsafters ist der Preis, eine echte Saftpresse ist doch etwas teurer als ein Zentrifugalentsafter. Dafür ist es aber leichter zu reinigen und das Ergebnis spricht ohnehin für sich. Den alten habe ich jetzt verkauft und Investition in den neuen war es mir im Angesicht der tollen Ergebnisse wirklich wert.

3-Tages Reise

Wer wie ich gerne mal verreist, sich ferne Länder anschaut und deren Sitten und deren Kultur kennen lernen möchte, der kann eigentlich gar nicht genug Urlaub im Jahr haben. Monatelang fiebert man der geplanten Reise entgegen, jeder Tag bist zur Abreise ist wird länger und die Ungeduld frisst einen regelrecht auf. Oftmals ist die Reise selbst dann aber viel zu kurz (gefühlt) und man bekommt schon kurz nach der Heimkehr wieder Fernweh.

So jedenfalls ergeht es mir. Und ich mag diese Warterei auf den nächsten Urlaub überhaupt nicht, auch wenn die Vorfreude die schönste Freude sein soll. Doch in der vergangenen Woche habe ich etwas gefunden, was einem die Wartezeit sehr versüßen kann. Ich habe zwei zusätzliche freie Tage bekommen, da bei uns eine umfangreiche Systemumstellung durchgeführt wird. Ich durfte also Donnerstag und Freitag zu Hause bleiben. Ich hatte schon für das Wochenende keine Pläne geschmiedet, jetzt hatte ich auf einmal 4 freie Tage am Stück. Und nur mit rumhängen wollte ich die dann doch nicht verbringen.Reise

Also habe ich mich mal an meinen PC gesetzt um zu recherchieren was so in der näheren Umgebung geboten wird. Irgendwo habe ich dann mal einen Link gedrückt, ich kann garnichtmal sagen ob das bewusst oder versehentlich war. Auf jeden Fall hat mich der Link auf eine Seite für Städtereisen geführt. Immer kurze 2-3 Tagesreisen in die mehr oder weniger bekannten Gebiete in unserer Heimat oder auch in den Nachbarländern. Bei einer Anzeige bin ich dann auch hängen geblieben, da waren Bilder einer tollen Burg dabei. Nürnberg war die Stadt, die da beworben wurde.

Ich habe mir die Anzeige durchgelesen und war so angetan von den vielen Attraktionen die diese Stadt zu bieten hat, dass ich direkt eine 3-Tagesfahrt buchen wollte. Natürlich war so kurzfristig nichts mehr zu bekommen, dennoch hatte ich richtig Lust dahin zu fahren. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin am Freitag in der Früh mit dem Postbus losgefahren und war ein paar Stunden später in Nürnberg. Ein relativ günstiges Hotel in Zentrumsnähe hatte ich schon am Vorabend online reserviert.

In Nürnberg angekommen bin ich dann erstmal zu Fuß auf Erkundungstour in der Fußgängerzone. Und die ist mal richtig groß. Im Hotel habe ich einen kleinen Stadtführer bekommen, ich wollte ihn gar nicht mitnehmen. Wer braucht sowas schon. Zum Glück hatte ich ihn dabei, denn sonst wäre die Orientierung ein sehr schwieriges Unterfangen geworden. Ich wollte nur mal die ganze Fußgängerzone abschreiten und mal sehen was so geboten wird. Und es war herrlich. Ich war geschlagene 6 Stunden unterwegs. Wunderbare Gebäude, eine tolle Auswahl an Geschäften sowie Marktstände an fast jeder Ecke. Und auch die Menschen sind unheimlich nett und freundlich. Überall gibt es kleine Cafés und Biergärten von denen aus man wunderbar das Treiben in der Fußgängerzone betrachten konnte. Und es war richtig viel los! Ich saß da eine Weile bist ich gemerkt habe was mir daran wirklich gefällt. Irgendwie hatte es keiner eilig. Tausende Menschen die da umherschlenderten als wäre es am Sonntag und keiner hätte einen Termin oder sowas.

Noch besser wurde es als ich dann zur Burg hochgelaufen bin (was recht anstrengend ist, die Straße da rauf ist steil). Oben war es dann fast wie im Urlaub. Überall saßen Menschen, teils in den Lokalen, teils auch einfach am Boden. Ein paar Musiker dudelten vor sich hin, überall haben sich die Leute unterhalten und die Aussicht war fantastisch. Ich habe mich wirklich wohl gefühlt.

Und so war es überall, egal wo ich in den drei Tagen war, auch am späten Abend noch. Ob ich bei den Steintribünen war, das Dokumentationszentrum besichtigt habe, bei der Besichtigung der Felsengänge und Verliese, überall waren nette und freundliche Menschen in Hülle und Fülle. Ich habe die drei Tage wirklich in vollen Zügen genossen.

Dieser Kurztrip hat mir sehr gut getan und meine Sehnsucht nach fernen Ländern etwas gemildert. Ich habe mir fest vorgenommen auch an weiteren Wochenenden immer wieder mal eine kleine Städtereise zu machen. Wann immer ich halt 3-4 Tage am Stück frei haben kann. Ich kann es nur empfehlen.

Ich wünsch Euch was

Minimalismus im Badezimmer

Das Badezimmer. Heiliger Ort der Frauen. Leider.

So könnte das Bad aussehen…

Da ich nun schon seit längerer Zeit mit meiner Freundin zusammen lebe, nutzen wir das Badezimmer natürlich gemeinsam – allerdings ist sie hier der Boss.

Falls du den Blog schon etwas länger gelesen hast, weißt du natürlich, dass ich kein Problem habe wenn meine Freundin der Boss ist. Womit ich allerdings ein Problem habe, ist die Unordnung in unserem Bad.

Durch das ständige reisen, habe ich mir angewöhnt alles minimal zu halten. Ich brauche nicht viel um glücklich zu sein und bin sogar etwas stolz auf meinen minimalen Lebensstil. Meine Freundin unterstützt diesen zum Glück auch super (sonst wären sie auch wahrscheinlich nicht mehr meine Freundin) und hat selbst schon so einiges an Müll weggeworfen.

Der gelebte Minimalismus führt natürlich dazu, dass man sich von einigen Dingen trennen muss. Das führt zu dem angenehmen Nebeneffekt, dass unsere Wohnung wirklich sehr schön minimal eingerichtet ist. Ich stehe da echt drauf und auch schon manche Besucher haben sich positiv über die durch Reduktion geschaffene Ästhetik geäußert. Unser Wohnzimmer könnte in jedem Lehrbuch für Feng-Shui (obwohl ich keine Ahnung davon habe) sowie in Büchern über das Aufräumen problemlos als Beispiel genutzt werden.

Unser Badezimmer jedoch, würde eher als Beispiel für “Chaos” dienen meiner Meinung nach. Klar, ich verstehe ja, dass man als Frau gewisse Utensilien zur Pflege hat. (Ich selbst nutze eigentlich nur  meine Schallzahnbürste, Trockenrasierer und Shampoo)

Was ich jedoch nicht verstehe und wahrscheinlich nie verstehen werde, ist die Tatsache, dass all diese Sachen querbeet rumliegen müssen. Da gab es schon den ein oder anderen Streit darüber – ohne jegliche Besserung.

Ich weiß, Frauen brauchen ihr Zeug im Bad und klar haben Frauen mehr Sachen als wie Männer. Aber man kann es doch aufräumen. Und zumindest versuchen das ganze etwas zu reduzieren oder?

 

Was ist eure Meinung dazu?

Gelebter Minimalismus – Adee Entsafter?

Reisen bildet, sagt man immer gerne.

Aber was ich auch festgestellt habe, ist, dass es nicht nur im Sinne der Sprachen oder Sehenswürdigkeiten bildet, sondern auch im Sinne der Distanz zum sonstigen Leben. Ich habe mir einmal erlaubt, meine freiberufliche Tätigkeit dahin gehend zu nutzen, die Republik ein wenig zu erkunden. Ferne Länder kenne ich schon, das war für mich lange Zeit klar, wenn der Urlaub kommt, dann geht es ins Ausland. Aber Deutschland blieb lange Terra Incognita.

Aber als ich mich mit meinem Laptop auf längere Reisen begab, an mehreren deutschen Orten längere Zeit lebte, habe ich nicht nur viel über den Osten und den Westen erfahren, sondern ganz viel auch über mich und meine Bedürfnisse. Die letzte Wohnung ist für mich heute schon fast absurd -voll, voll, alles war da, sogar im Übermaß. Was für Geräte ich doch hatte, manchmal kommt mir das wirklich unglaublich vor. Mittlerweile habe ich vieles davon verkauft oder untergestellt, und siehe da, ich scheine die Sachen nicht zu vermissen!

Mal ganz ehrlich, braucht man wirklich einen elektrischen Schredder, der mit leisem Surren alte Briefe in Kleinholz verwandelt? Oder was soll ich mit einer Teemaschine, die man abends so einstellt, also programmiert, dass morgens der Tee dampft? Heute genieße ich sogar das Ritual, mir am Ort der Wahl als erstes einen Tee auf zu brühen, per Hand und ganz ohne Programmierung. Und so geht das immer weiter, auch mein eigentlich geliebter Entsafter hat sich – vorübergehend zumindest – entbehrlich gemacht. Der hat mir zwar zuverlässig leckere, gesunde Säfte beschert, aber jetzt esse ich eben mehr frisches Obst, geht auch.

Was ich sagen will, ist, dass man, wenn man sich auf eine Reise, auch eine längere einstellt, erfahren kann, dass der ganze Kram, mit dem wir unseren Alltag so gestalten, nicht wirklich wichtig ist. Beim Reisen erfährt man nämlich ganz andere Dinge, zum Beispiel wie es ist ist, sich immer wieder an neue Situationen anzupassen oder auch zu improvisieren.

Wer schon einmal mit dem Rucksack unterwegs war, weiß das ohnehin. Da muss man im Vorfeld ja genau festlegen, was man einpackt, was man braucht und was nicht. Dabei lernt man auch das “multi Using” sehr gut. Ich schwöre mittlerweile auf mein “all in one” Shampoo, mit dem ich dusche, die Haare wasche, die Handwäsche erledige und, wenn es sein muss, auch den Abwasch wuppe. Eine kleine Packung – eine ganze Welt.

Und was passiert, und das ist an keinen Ort gebunden, wie ich gemerkt habe, ist, dass man automatisch sich nach außen orientiert, achtsamer und wacher wird, wenn man mit all dem Ballast und den täglichen Verrichtungen nicht mehr zu tun hat. Das einfache Leben kann dir buchstäblich die Augen öffnen. Du siehst plötzlich die Tiere um dich herum, du riechst und schmeckst anders, als wenn du dich in der ach so bequemen Welt im vierten Stock einmummelst.

Ich kenne mittlerweile einige Leute, die sich ein Sabbatical leisten. Die machen ähnliche Erfahrungen. Wenn alles weg ist, was dich sonst bindet, die Wohnung, der Job, die Karriere, man sich auf ein leichtes Leben – auf Zeit – einlässt, kann sich das ganze Leben noch einmal neu sortieren.

Ich kann also jedem nur raten, auch einmal aus seinen gewohnten Bahnen heraus zu denken. Nutzt einen Übergang zwischen zwei Jobs, nehmt euch eine Auszeit. Fahrt also los, allein oder zu zweit, wie ihr wollt. Werft den Ballast ab, und erfahrt dabei, was ihr wirklich zu einem interessanten und genussreichen Leben braucht. Und dann könnt ihr ja immer noch nach Hause zurück kehren – der Entsafter wird poliert, ihr macht euch tolle Smoothies und werdet sehen, dass sich alles ganz anders anfühlt als zuvor.

Ein bisschen Mut erfordert es sicher, ein leichtes Leben ohne all den gewohnten Komfort zu starten. Aber am Ende kommt etwas heraus, das man Lebenserfahrung nennen kann. Probiert es aus – dann wisst ihr genau, was ihr wirklich für euer Leben braucht!

Der Sinn der Arbeit

Wie viele Menschen lieben ihren Job und freuen sich, wenn sie am morgen zur Arbeit gehen?

Wahrscheinlich erstaunlich wenige. Zu wenige!

Doch warum ist das so? Weshalb verbringen die meisten Menschen einen Großteil ihrer täglich verfügbaren Stunden bei einer Tätigkeit, die sie nicht nur nicht ausfüllt sondern meistens sogar noch nervt?

Klar, die Antwort ist einfach: Geld
Doch warum streben wir so sehr nach Geld? Ist Geld wirklich wichtig? Lohnt es sich eine Beförderung anzunehmen, nur um ein paar tausend Euro mehr jedes Jahr zu verdienen?

All diese Frage sind nicht so einfach beantwortbar und eher philosophisch angehaucht. Dennoch sollte man es sich mal genauer anschauen, warum so viele Leute im Hamsterrad schuften anstatt ihr Leben zu genießen.

Geld-man kann nie genug haben

Es scheint so, als könnte man wirklich nie genug haben von dem Geld. Schon seit Jahrhunderten jagen wir alle dem Geld nach in der Hoffnung, dass unser Leben so besser wird. Und Geld macht das Leben auch auf jeden Fall bequemer und einfacher. Jedoch gibt es auch zahlreiche Studien die zeigen, dass Geld NICHT glücklicher macht. Zumindest nicht alleine und vor allem nicht ab einer gewissen Grenze. Selbst wenn man 300.000 Euro jedes Jahr verdient, will man immer noch irgendein Objekt kaufen, dass momentan noch zu teuer. Daher muss man einfach für sich selbst festlegen, wie viel Geld man braucht und sobald diese Grenze erreicht erstmal versuchen das selbe Geld für weniger Zeitaufwand zu bekommen anstatt mehr Geld für mehr Stunden zu bekommen.

Statt nach einer Beförderung zu fragen, könnt ihr zum Beispiel fragen, ob es möglich ist nur halbtags zu arbeiten. Oder euch einen, zwei, drei Tage Home Office geben lassen.
Letztendlich gibt es viele Möglichkeit, die alle etwas unkonventionell sein können aber doch zum Ziel führen.

Fazit und Tipp

Wir alle brauchen Geld. Aber wir müssen ihm nicht durchgehend nachjagen! Wir sollten uns selbst zügeln und uns auf das wirklich wichtige konzentrieren. Ein glückliches Leben führen zum Beispiel. Und dafür braucht man weniger Geld als man denkt!

Auf meinen Reisen habe die ärmsten Gebiete dieser Erde besucht und gesehen, wie glücklich man ohne Geld, Strom und Internet sein kann. Letztendlich sollte das uns ein Vorbild sein!

Nun mein Tipp:
Tauscht Geld nicht gegen Güter sondern gegen Erfahrungen.
Ihr braucht nicht einen neuen, größeren TV sondern eher eine Reise nach Afrika.

Weltreisen – meine Erfahrung

Ich habe lange für meine Weltreise gespart und 25.000 EUR sowie ein Jahr Zeit einkalkuliert. Ich habe zahlreiche Eindrücke mit nach Hause genommen und kann gar nicht alle aufzählen. Deshalb möchte ich nur einen kleinen Teil meiner Weltreise niederschreiben, da das ganze Jahr den Rahmen sprengen würde.

Es geht los

Die Koffer sind gepackt, alle Impfungen wurden vorgenommen und die Versicherung wurde abgeschlossen. Nach ausgiebiger Beratung mit meinem Versicherungsmakler Franz Groo (Besten Dank dafür!), habe ich gelesen wie wichtig eine Versicherung während einer Weltreise ist. Am 16. Februar war es dann endlich so weit: Abflug in Berlin-Tegel. Nun gab es kein Zurück mehr. Ich stieg in die Maschine nach Delhi. Knapp 12 Stunden später setzte der Flieger zur Landung an und mein Backpacker-Dasein konnte endlich losgehen. Ich habe mir als erstes die Jama Masjid und das Red Fort angesehen. In der nächsten Woche ging es zum Jumayun’s Tomb und zum Gandhi Smriti. Vier Tage späte brach ich Richtung Westen auf und erkundete Rajasthan. Mit inbegriffen war natürlich eine Kameltour in der Thar Wüste und ein Besuch des Ranthambore Nationalpark. Dann gönnte ich mir einen Tagesausflug in die “Golden City” Jaisalmer, wo ich mich in den winzig kleinen Gassen der Festung gleich mehrere Male verlaufen habe. Und auch das Holi Festival wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Abschließend stand natürlich auch ein Besuch des Taj Mahal auf dem Pflichtprogramm. Ärgerlich waren die 30 Minuten in der Warteschleife, die ich verbracht habe, um dann festzustellen, dass die Ticketpreise für Touristen um ein Vielfaches höher sind. Dann ging es mit dem Zug nach Varansi. Stolze 17 Stunden dauerte die Fahrt. In der “heiligsten Stadt des Hinduismus” nistete ich mich in einem günstigen Hotel ein und habe ich dort erst einmal von der Zugfahrt erholt. AM 12. März ging es dann mit dem Zug nach Kerala. Die Stadt liegt an der Südküste von Indien und ist für Tee und Schmalspurbahnen bekannt. Der Unterschied zum hektischen und chaotischen Teil von Indien war gravierend. Hier stellte ich einen Temperaturunterschied von 20 Grad fest und freute mich über leere Straßen und saubere Luft. Keine bettelnden Kinder, keine lärmenden Autos und keine aufdringlichen Straßenverkäufer. Nachdem ich in Darjeeling genug “gefroren” habe, beschloss ich mit dem Zug nach Goa zu fahren, um mich gemeinsam mit den Kühen an den Strand zu legen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg: 80 Stunden dauerte die Zugfahrt.

Goa

Goa

Auf nach Asien

Dann war es an der Zeit Indien zu verlasen und Sri Lanka anzusteuern. Morgens um 05:00 Uhr ging es vom Flughafen in Mumbai los. Der Zwischenstopp in Sri Lanka war lang aber erholsam und ich freute mich aus Peking. Ich wusste, dass es in Peking nicht sehr warm sein würde. Dennoch kam mir die Kälte extrem vor und ich musste mit erst einmal eine warme Jacke am Flughafen kaufen. Nachdem ich in einem Hostel eingecheckt hatte, habe ich mich in einem 6-Bett-Zimmer von Strapazen der Reise erholt. Glücklicherweise wird in Peking zwischen Männern und Frauen getrennt, weshalb sich nur Frauen in meinem Zimmer befanden. Am nächsten Tag ging es dann Richtung “Himmelstempel”. Auf dem Weg dorthin, besuchte ich einige Shoppingmalls die wirklich riesig sind. Beeindruckend, was man in Peking alles kaufen kann. Es folgten Besichtigungen der chinesischen Mauer, der Terrakotta Armee und Shanghais.

Shanghai

Shanghai

Bis ans Ende der Welt

Am 15. April kam ich dann in Bangkok an und reiste nach Songkran zum Wasserfest. Von dort ging es mit dem Bus nach Siem Reap und dann mit dem Billig Flieger der Air Asia nach Kambodscha zur Temeplanlage Angkor Wat. Anschließend ging es mit dem Flieger rüber nach Vietnam, ins Mekong Delta. Von hier aus reiste ich mit dem Bus nach Ho Chi Minh City, der größten Stadt Vietnams. In Vang Vieng habe ich dann das “Tubing”, zwei Buckets, eine Flasche Schlangenblut und gegriltte Maden “genossen”. Es folgte ein langer Weg im Flieger, denn es ging nach Dongara in Australien, wo es offensichtlich sehr schwer ist, einen Mietwagen zu bekommen. Im Pink Lake konnte ich Haie beobachten und im Kalbarri Nationalpark gab es ebenfalls Spannendes zu sehen. Auf dem Shark Bay Roadtrip gab es dann Delfine hautnah und auf den Straßen von Varnavon wimmelte es nur so von Känguruhs. Am 15. April ging es dann in den Cape Range Nationalpark. Vorher machte ich jedoch noch einen Zwischenstopp im Supermarkt, um Essen für die nächsten Tage einzukaufen. Im Park stattete ich dem berühmten Turqoise Bay einen Besuch ab, wo ich ganz entspannt eine Runde schnorcheln konnte. Hier muss man jedoch aufpassen, dass man nicht von der Strömung auf offene Meer gezogen wird.

Ich hoffe, euch hat dieser Erlebnisbericht gefallen. Ich werde sicher noch öfter über meine Weltreise hier auf dem Blog schreiben!

Reisen – die Welt mit anderen Augen sehen

“Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.”,

hat der irische Lyriker Oscar Wilde irgendwann mal gesagt. Ob er damals schon wusste, wie recht er mit seiner Aussage hat, ist unklar, aber in der heutigen Zeit kann sie bedenkenlos bestätigt werden.

Sobald sich die Möglichkeit ergibt, bin ich gerne und oft unterwegs – sei es irgendwohin im Ausland oder einfach nur zum nächstgelegenen Ort in Deutschland. Beim Reisen kann ich den Alltag hinter mir lassen und mich vollends von den Eindrücken, Gerüchen und Empfindungen des fremden Ortes hinreißen lassen.

In einem nahegelegenen Wald einen Spaziergang zu machen oder den Bauernhof nebenan zu besuchen, ist nicht das gleiche wie in einem Restaurant in Japan Sushi zu essen oder auf dem Empire State Building in New York zu stehen. Aber genauso interessant und wertvoll. Während ich mich auf dem Nachbarshof mit den typischen landwirtschaftlichen Tätigkeiten vertraut machen kann, so wie Kühe melken, Hühner füttern, Schafe scheren oder Ziegen streicheln, kann ich im Wald verschiedene Bäume “kennen lernen”, Eichhörnchen sehen und Pilze sammeln. Solche Aktivitäten machen nicht nur Kindern Spaß; auch Erwachsene genießen es die Natur mit allen Sinnen zu erleben.

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Ins Ausland reisen

Bei einer Reise ins Ausland ist es zuweilen anders. Noch vor der Abfahrt bzw. vor dem Abflug informiere ich mich über das Land, das ich besuchen möchte – angefangen mit Reisebestimmungen und Gegenständen zum Verzollen über Traditionen bis sehenswerten Orten. Einige Worte in der jeweiligen Sprache zu können, ist oft ebenfalls von Vorteil. Wenn ich allerdings mein ausgesuchtes Urlaubsland besuche, bin ich meist so überwältigt von den verschiedenen Eindrücken, dass ich das Gelesene vergesse und mich von den Leuten, ihren Geschichten und Visionen inspirieren lasse. Es fasziniert mich, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und sich das Besondere an das Land und ihre Kultur erläutern zu lassen. Touristen sind meist auf die Sehenswürdigkeiten, die es zu besichtigen gibt, fixiert, und versäumen es, etwas von der Atmosphäre des Landes mitzukriegen. Es ist komplett anders, ob ich in einem Hotel übernachte, das sich auf ausländischen Besuchern spezialisiert hat – mit Animateuren und zahlreichen Ausflügsangeboten, oder in einer Ferienwohnung, die von einem einheimischen Ehepaar vermietet wird. Manchmal reicht es aus, zwei Straßen weiter ins Stadtinnere zu gehen und man erlebt das Land, so wie es die Einwohner sehen und nicht so wie es die Touristen sehen sollen. Dann höre ich das nicht verstellte Lachen der Kinder, rieche die Gerüche der typischen Landesspeisen, erlebe die Menschen so wie sie sind…

Es ist das besondere Zauber, das ein Land umgibt und das man einzufangen versucht, sofern man nicht nur auf einen bedeutungslosen Pauschalurlaub aus ist. Ich genieße es jedes Mal, mir von den Einheimischen zeigen zu lassen, was sehenswert ist oder welche Gerichte ich unbedingt kosten sollte. Auf dieser Weise erfahre ich mehr über das Land und die Leute, als ich in einem standardisierten Ratgeber nachlesen würde. Ich sammle Eindrücke, die Pauschaltouristen verborgen bleiben. Ich lerne authentische Menschen kennen und lasse mich von ihrer Lebenskraft anstecken…

Reisen ist wertvoll – nicht nur als Vergnügungsmaßnahme, sondern auch für die persönliche Weiterbildung. Dadurch kann ich Vorurteile aus dem Weg räumen und mir eine ungetrübte Meinung über das Urlaubsland bilden. Ich kann die Kultur und die Leute in ihren normalen Umgebung erleben, interessante oder gar witzige Traditionen kennen lernen und sie vielleicht in mein eigenes Leben integrieren. Dadurch mache ich sie in meine Umgebung bekannt und gebe ein Stück Fremdkultur an meine eigenen Landsleute weiter.

Es ist nicht wichtig, ob man in ein großes und reiches Land reist oder in ein kleines und sogar armes – jedes Land, jeder Ort hat seine eigene Geschichte. Man muss bloß Lust haben, sie kennen zu lernen.

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